Vorlage Zeugnis Urkunde

Vorlage Zeugnis Urkunde

 

Viele denken im ersten Moment an die Schule, wenn von Zeugnissen die Rede ist. Aber Zeugnisse gibt es nicht nur in Form von Schulzeugnissen, sondern eigentlich begleiten Zeugnisse einen ein Leben lang. So sind beispielsweise immer mal wieder Gesundheitszeugnisse notwendig. Ein Gesundheitszeugnis ist eine Bescheinigung oder ein Attest, das ein Arzt oder das Gesundheitsamt ausgestellt und das benötigt wird, wenn eine Tätigkeit in bestimmten Branchen aufgenommen werden soll. Eine andere Variante ist das Arbeitszeugnis, das der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer aushändigt, wenn das Arbeitsverhältnis endet.

 

Das Schulzeugnis

Das Schulzeugnis ist eine Urkunde, die den Leistungsstand eines Schülers beurteilt. An öffentlichen Schulen werden Schulzeugnisse dabei als

  • Halbjahreszeugnisse zum Ende des ersten Schulhalbjahres,
  • als Jahreszeugnisse am Ende eines Schuljahres,
  • als Zeugnisse über einen Ausbildungsabschnitt und
  • als Abschluss- oder Abgangszeugnisse zum Ende der Schullaufbahn erteilt. Schließt ein Schüler die gymnasiale Oberstufe ab, wird das Abschlusszeugnis auch Reifezeugnis genannt.

Die Beurteilung erfolgt je nach Schulart und Jahrgangsstufe entweder in Form von Noten oder als verbales Gutachten. Ein verbales Gutachten ist eine Art Bericht, in dem das Wissen und Können sowie die Lernfortschritte des Schülers beschrieben sind. Ein Zeugnis mit einem verbalen Gutachten anstelle von Noten wird auch als Gutachten-Zeugnis bezeichnet. In den meisten Bundesländern enthalten Schulzeugnisse neben den Beurteilungen der Leistungen in den einzelnen Schulfächern auch sogenannte Kopfnoten. Kopfnoten bewerten das Benehmen, das Sozialverhalten und die Mitarbeit des Schülers. Unterschrieben werden Schulzeugnisse im Normalfall entweder vom Direktor der Schule oder vom Klassenlehrer. In vielen Bundesländern muss anschließend ein Elternteil durch seine handschriftliche Unterschrift bestätigen, dass das Zeugnis zur Kenntnis genommen wurde. Teilweise können volljährige Schüler ihr Zeugnis aber auch selbst unterschreiben.

 

Das Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis ist eine Urkunde, die der Arbeitgeber über ein Arbeitsverhältnis erstellt. Dabei hat in Deutschland jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Der Gesetzgeber schreibt außerdem vor, dass ein Arbeitszeugnis wahrheitsgemäß, vollständig und wohlwollend formuliert sein muss. Das bedeutet, der Arbeitgeber darf und soll die Leistung des Arbeitnehmers zwar der Wahrheit entsprechend beurteilen. Trotzdem darf er keine Kritik äußern oder das Zeugnis so formulieren, dass es sich nachteilig auf die berufliche Zukunft des Arbeitnehmers auswirken könnte. Um diese Vorgaben erfüllen zu können, hat sich im Laufe der Zeit eine eigene Zeugnissprache entwickelt:

Normalerweise händigt der Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis aus, wenn das Beschäftigungsverhältnis endet. Der Arbeitnehmer kann aber auch ein Zwischenzeugnis anfordern, beispielsweise wenn er an einen anderen Arbeitsplatz versetzt wird oder einen neuen Chef bekommt. Grundsätzlich gibt es das Arbeitszeugnis in zwei Varianten. Die erste und üblicherweise ausgehändigte Variante ist das sogenannte qualifizierte Arbeitszeugnis. Ein solches Arbeitszeugnis enthält neben den Angaben zum Arbeitnehmer sowie zur Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses auch Wertungen. Das bedeutet, in einem qualifizierten Arbeitszeugnis beschreibt der Arbeitgeber die Eignung, die Qualifikation und die sozialen Kompetenzen des Arbeitnehmers, außerdem beurteilt er dessen Arbeitsleistungen. Die zweite Variante ist das einfache Arbeitszeugnis. Ein einfaches Arbeitszeugnis hat eher den Charakter einer Bescheinigung, denn es enthält nur die Angaben zum Arbeitnehmer und Informationen zur Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses. Beurteilungen der Arbeitsleistung, der Qualifikation und des Verhaltens beinhaltet es nicht. Als Bestandteil der Bewerbungsunterlagen ist ein einfaches Arbeitszeugnis daher in erster Linie dann geeignet, wenn ein bestimmter Zeitraum belegt werden soll. Außerdem kann ein einfaches Arbeitszeugnis angefordert werden, wenn der Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis nicht mehr besteht. Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer nämlich nicht beliebig lange ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangen. Wie lange ein Arbeitnehmer Ansprüche an den Arbeitgeber stellen kann, ergibt sich aus den Vereinbarungen im Arbeits- oder Tarifvertrag oder aus den gesetzlichen Fristen. Wendet sich der Arbeitnehmer erst nach längerer Zeit an den Arbeitgeber, beispielsweise weil er bis dahin kein Arbeitszeugnis gebraucht hat oder weil er sein Arbeitszeugnis verloren hat, und ist die Personalakte des Arbeitnehmers nicht mehr vorhanden, kann der Arbeitgeber keine wahrheitsgemäße Beurteilung mehr erstellen. In diesem Fall kann er dem Arbeitnehmer nur noch ein einfaches Arbeitszeugnis ausstellen. Und wie ein einfaches Arbeitszeugnis aussehen kann, zeigt das folgende Musterbeispiel.

 

Vorlage Zeugnis: Urkunde als einfaches Arbeitszeugnis

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Vorlage Zeugnis Urkunde als 2. Beispiel

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