Umsatzsteuererklärung und Untätigkeits Einspruch Vorlage

Kaum jemand hat Spaß daran, seine Steuererklärung zu erstellen, aber in den meisten Fällen zahlt sich das Ausfüllen der Finanzamt-Formulare buchstäblich aus. Praktisch jeder Steuerpflichtige, egal ob angestellter Arbeitnehmer oder selbstständiger Unternehmer, leistet über das Jahr verteilt Steuervorauszahlungen. Mithilfe der Steuererklärung kann das Finanzamt dann feststellen, wie hoch die Steuerschuld tatsächlich ist. Basis für die Festsetzung der Steuerschuld ist dabei zunächst einmal das Einkommen in allen seinen Varianten, das im Laufe des jeweiligen Jahres erzielt wurde.

Aber auch das Finanzamt darf sich nicht unendlich viel Zeit mit der Bearbeitung der eingereichten Steuererklärung lassen. Normalerweise werden Steuererklärungen recht zügig bearbeitet, wobei es natürlich etwas länger dauern kann, wenn der Steuerpflichtige eine Zeit wählt, in der sehr viele Steuererklärungen abgegeben werden. Dauert die Bearbeitung aber länger als sechs Monate, ohne dass es dafür eine plausible Begründung gibt, kann der Steuerpflichtige einen Einspruch wegen Untätigkeit einlegen. Ein Musterformular für einen solchen Untätigkeitseinspruch kann dann so aussehen:

Musterformular Untätigkeitseinspruch jetzt erstellen

Steuerpflichtiger
Anschrift

Zuständiges Finanzamt
Anschrift

Ort, den Datum

Einspruch wegen Untätigkeit

Steuernummer: …………………………………………………………………………
Steuer-Identifikationsnummer: ……………………………………………………

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Einkommenssteuererklärung für das Jahr ………….. habe ich bereits am ………….. abgegeben.

Bis heute wurde diese Steuererklärung nicht bearbeitet. Obwohl ich mittlerweile mehrfach nachgefragt habe, wurde bislang weder ein Bescheid erlassen noch konnte mir die bisher unterlassene Bearbeitung plausibel begründet werden.

Aus diesem Grund lege ich hiermit Einspruch wegen Untätigkeit ein. Gleichzeitig fordere ich Sie letztmalig auf, meine Einkommenssteuerklärung unverzüglich zu bearbeiten und den dazugehörigen Bescheid zu erlassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Unterschrift

 

Formular Umsatzsteuererklärung

Ihr Name und Ihre Anschrift Datum

Anschrift des Finanzamts

 

Steuernummer …

Umsatzsteuererklärung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich, dass ich meine Arbeit als freiberufliche Autorin mit sofortiger Wirkung beende. Deshalb möchte ich Sie bitten, mich von der Verpflichtung zur vierteljährlichen Umsatzsteuererklärung zu befreien.

Sollten Sie weitere Informationen oder Unterlagen von mir benötigen, werde ich Ihnen diese gerne umgehend zur Verfügung stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)

Von diesem Einkommen werden anschließend verschiedene Ausgaben abgezogen. Hierzu gehören beispielsweise die Werbungskosten, die vereinfacht erklärt alle die Kosten umfassen, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Berufs angefallen sind. In der tatsächlichen Höhe werden die Werbungskosten allerdings nur dann abgezogen, wenn sie nachweislich den Pauschbetrag übersteigen, ansonsten werden beispielsweise bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit pauschal 920 Euro als Werbungskosten berücksichtigt. Von diesem Pauschbetrag profitieren somit auch solche Arbeitnehmer, die keine weiten Wege zur Arbeitsstätte haben oder bei denen nur geringe Kosten für Arbeitsmittel, Weiterbildungen oder Bewerbungen angefallen sind. Neben den Werbungskosten reduzieren aber unter anderem auch Versicherungs- und Altersvorsorgebeiträge, Spenden, Betreuungskosten für Kinder oder Pflegebedürftige, Krankheitskosten und viele andere Ausgaben im Bereich von außergewöhnlichen Belastungen oder Sonderausgaben die Steuerschuld. Sind alle abzugsfähigen Kosten und Pauschalbeträge berücksichtigt, berechnet das Finanzamt anhand des verbliebenen, steuerpflichtigen Einkommens, wie viel Steuern der Steuerpflichtige tatsächlich bezahlen muss. Diesem Betrag wiederum wird gegenübergestellt, wie viel Steuern der Steuerpflichtige bereits bezahlt hat. Stellt sich nun heraus, dass die geleisteten Steuervorauszahlungen höher sind als die tatsächliche Steuerschuld, kann sich der Steuerpflichtige über eine entsprechende Erstattung freuen.

Die Steuererklärung und die Formulare vom Finanzamt

Umsatzsteuererklärung und Untätigkeits Einspruch VorlageEine Besonderheit der Steuererklärung besteht darin, dass dafür grundsätzlich die amtlichen Vordrucke, also die Formulare des Finanzamts, verwendet werden müssen. Allerdings ist es nicht mehr zwingend notwendig, Vordrucke in Papierform beim Finanzamt zu holen und von Hand ausfüllen. Genauso ist es zulässig, eine Steuersoftware zu verwenden oder Steuerformulare aus dem Internet herunterzuladen und per Computer auszufüllen. Die ausgefüllten Formulare können dann ausgedruckt werden, möglich ist aber auch, die Steuererklärung per ELSTER elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Unabhängig davon, ob der Steuerpflichtige den klassischen Weg bevorzugt oder sich für eine moderne Form entscheidet, gilt aber, dass die einheitlich aufgebauten Formulare verwendet werden müssen. Es ist also nicht möglich, selbst irgendwelche Formulare zu entwerfen oder die Steuererklärung als formloses Schreiben einzureichen.

Die Fristen für die Steuererklärung

Bei der großen Mehrheit aller Steuererklärungen winkt eine Steuererstattung. Insofern kann es sich wirklich lohnen, sich die Zeit zu nehmen und die Formulare auszufüllen. Allerdings erfolgt die Abgabe einer Steuererklärung nicht immer freiwillig, denn in einigen Fällen besteht eine sogenannte Pflichtveranlagung. Pflichtveranlagung bedeutet, dass eine Steuerklärung abgegeben werden muss. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn ein Ehepaar die Steuerklassen IV/IV oder einer der Ehepartner die Steuerklasse V oder VI gewählt hat. Aber auch wenn in dem Jahr Elterngeld, Krankengeld oder andere Lohnersatzleistungen bezogen wurden oder wenn ein Lohnsteuerabzug eingetragen ist, besteht die Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben. Wie viel Zeit sich der Steuerpflichtige für die Abgabe seiner Steuererklärung lassen kann, hängt davon ab, ob er sie freiwillig abgibt oder ob er sie einreichen muss. Besteht eine Pflichtveranlagung, ist der 31. Mai des Folgejahres der Stichtag. Wird die Steuererklärung freiwillig abgegeben, hat der Steuerpflichtige vier Jahre lang Zeit.

Weitere Infos zu den Fristen für die Steuererklärung gibt es hier.