Aktualisiert am 26 Juni, 2024 von Ömer Bekar, geprüft und gegengelesen von Rechtsanwalt Burkhard Rüscher
Die folgende Vorlage für einen Aufhebungsvertrag wurde rechtlich geprüft und gründlich von Fachleuten gegengelesen. Sie hilft Ihnen, einen formellen und rechtssicheren Aufhebungsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu erstellen.
Zwischen
Arbeitgeber:
Name des Arbeitgebers
Adresse des Arbeitgebers
Postleitzahl und Ort
und
Arbeitnehmer:
Name des Arbeitnehmers
Adresse des Arbeitnehmers
Postleitzahl und Ort
wird folgender Aufhebungsvertrag geschlossen:
1. Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer wird einvernehmlich zum [Datum] beendet.
2. Abwicklung und Freistellung
Bis zum Beendigungsdatum wird der Arbeitnehmer von der Pflicht zur Arbeitsleistung freigestellt. Die Freistellung erfolgt unter Fortzahlung der Bezüge.
3. Resturlaub und Überstunden
Der verbleibende Resturlaub und etwaige Überstunden werden bis zum Beendigungsdatum gewährt und abgegolten. Sollte dies nicht möglich sein, erfolgt eine Auszahlung der verbleibenden Ansprüche.
4. Abfindung
Der Arbeitnehmer erhält eine Abfindung in Höhe von [Betrag] Euro brutto. Die Abfindung wird mit dem letzten Gehalt ausgezahlt.
5. Arbeitszeugnis
Der Arbeitnehmer erhält ein wohlwollendes und qualifiziertes Arbeitszeugnis, das seine Leistungen und sein Verhalten im Unternehmen positiv bewertet.
6. Rückgabe von Firmeneigentum
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, sämtliches Firmeneigentum (z.B. Laptop, Handy, Schlüssel) bis spätestens [Datum] an den Arbeitgeber zurückzugeben.
7. Verschwiegenheitspflicht
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, über alle vertraulichen Informationen des Unternehmens auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Stillschweigen zu bewahren.
8. Schlussbestimmungen
Mit diesem Aufhebungsvertrag sind alle gegenseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und seiner Beendigung abgegolten. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform.
Ort, Datum
Unterschrift des Arbeitgebers
[Name des Arbeitgebers]
Unterschrift des Arbeitnehmers
[Name des Arbeitnehmers]
Zeugen (optional):
Unterschrift des Zeugen 1
[Name des Zeugen 1]
Unterschrift des Zeugen 2
[Name des Zeugen 2]
Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Informationen korrekt eingefügt sind und beide Parteien den Vertrag unterzeichnen. Optional können auch Zeugen unterschreiben, um die Gültigkeit des Vertrags zu bestätigen.
Ein Berufssverhältnis muss kein Bund für die Ewigkeit sein. Bist Du Dir mit Deinem Chef einig, dass sich eure Wege trennen sollen, kannst Du einen Aufhebungsvertrag schließen. Anders als bei einer Kündigung musst Du keine Kündigungsfristen berücksichtigen und kannst die Bedingungen für Deinen Ausstieg frei aushandeln. Aber eine Aufhebung birgt auch einige Risiken, die Du unbedingt berücksichtigen solltest.
Aufhebungsvertrag hier erstellen und drucken
Ohne Kosten und ohne Anmeldung
Muster: Vorlage mit Formulierungsbeispielen
Zwischen
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Arbeitgeber bezeichnet –
und
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Arbeitnehmer bezeichnet –
wird folgender Aufhebung geschlossen:
§ 1 Beendigung des Berufsverhältnisses
Das zwischen der Firma und dem Arbeitnehmer bestehende Beschäftigungsverhältnis wird in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Die Parteien sind sich darüber einig, dass das Berufsverhältnis zum __________ aufgelöst wird. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt auf Veranlassung der Firma, um eine arbeitgeberseitige Entlassung zu vermeiden.
§ 2 Freistellung
Der Arbeitnehmer erhält bis zum Vertragsende weiterhin sein regelmäßiges Entgelt in Höhe von ______ Euro monatlich.
Bis zum Ende des Berufsverhältnisses wird der Arbeitnehmer unwiderruflich von seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt. Die Arbeitsfreistellung erfolgt mit sofortiger Wirkung. Dem Arbeitnehmer noch zustehende Urlaubsansprüche werden auf den Zeitraum der Freistellung angerechnet.
§ 3 Abfindung
Als Ausgleich für den Verlust seines Arbeitsplatzes erhält der Arbeitnehmer eine Abfindung in Höhe von ________ Euro. Die Abfindung wird mit dem Vertragsende am ________ fällig.
§ 4 Arbeitszeugnis
Der Arbeitnehmer erhält bis spätestens zum ___________ ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. (Dein Vorgesetzter verpflichtet sich, ein Arbeitszeugnis auszustellen, das dem beiliegenden Entwurf entspricht.)
Alle weiteren Arbeitspapiere werden dem Arbeitnehmer zum Beendigungszeitpunkt des Beschäftigungsverhältnisses ausgehändigt.
§ 5 Dienstwagen
Der Arbeitnehmer ist dazu berechtigt, den Dienstwagen in bisherigem Umfang bis zum Vertragsende weiterzunutzen. Er verpflichtet sich, das Fahrzeug in gereinigtem Zustand und zusammen mit sämtlichen Schlüsseln sowie Papieren spätestens am ____________ zurückzugeben. Die Rückgabe hat innerhalb der üblichen Bürozeiten zu erfolgen.
Oder:
Der Arbeitnehmer erklärt sich bereit, den Dienstwagen einschließlich aller Schlüssel und Papiere umgehend zurückzugeben. Als Ausgleich erhält der Arbeitnehmer eine Nutzungsentschädigung in Höhe von _______ Euro pro Tag. Die Nutzungsentschädigung wird bis zum Vertragsende gewährt und zusammen mit der letzten Entgeltzahlung fällig.
§ 6 Betriebliche Altersversorgung
Der Arbeitgeber verpflichtet sich, die vom Arbeitnehmer geleisteten Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung an den Arbeitnehmer zurückzuzahlen.
Oder:
Der Arbeitnehmer erklärt, dass er die bestehende betriebliche Altersversorgung weiterführen möchte. Insoweit verpflichtet er sich, die monatlichen Beiträge an die Versicherungsgesellschaft _________________________ zu bezahlen. Die Firma verpflichtet sich, die Versicherung zum nächstmöglichen Termin auf den Arbeitnehmer zu übertragen.
§ 7 Sonstige Vereinbarungen
_________________________
§ 8 Meldepflicht des Arbeitnehmers
Um eine Kürzung seiner Ansprüche auf Arbeitslosenhilfe zu vermeiden, ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, sich umgehend nach Abschluss dieser Aufhebungsvereinbarung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden. Außerdem ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, sich aktiv um eine neue Arbeitsstelle zu bemühen.
§ 9 Sonstige Ansprüche
Die Firma und der Arbeitnehmer sind sich einig, dass mit der Erfüllung dieses Aufhebungsvertrags sämtliche Ansprüche aus dem Berufsverhältnis gegenüber der jeweils anderen Partei ausgeglichen sind.
Von dieser Vereinbarung unberührt bleiben _______________________________
___________________________
Ort, Datum
______________________________ ______________________________
Unterschrift Vorgesetzter Unterschrift Arbeitnehmer
Aufhebungsvereinbarung – was ist das eigentlich genau?

Eine Aufhebung ist an keine bestimmten Voraussetzungen gebunden. Einen konkreten Anlass für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses muss es somit nicht geben. Stattdessen kannst Du jederzeit einen Aufhebung schließen. Gleichzeitig kannst Du mit Deinem Vorgesetzten frei aushandeln, wann und zu welchen Bedingungen Du aus dem Betrieb ausscheidest. Auf den ersten Blick scheint der Aufhebungsvertrag also eine vorteilhafte Lösung für beide Seiten zu sein. Doch der Schein trügt ein wenig, denn vor allem für Dich als Arbeitnehmer kann eine Aufhebung auch große Nachteile haben. Zu den Vor- und Nachteilen später mehr.
Die Formvorgaben

Welche Folgen Deine Unterschrift unter dem Aufhebungsvertrag für Dich hat, musst Du selbst in Erfahrung bringen. Dein Chef ist nämlich grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Dich über die rechtlichen Folgen und möglichen Auswirkungen der Aufhebung aufzuklären. Erlebst Du im Nachhinein eine böse Überraschung, beispielsweise weil die Arbeitsagentur eine Sperre bei der Arbeitslosenhilfe verhängt oder Du Deinen Sonderkündigungsschutz verloren hast, kannst Du das Deiner Firma somit nicht ankreiden. Über solche Folgen hättest Du Dich nämlich selbst informieren müssen. Es gibt zwar ein paar Ausnahmefälle, in denen der Arbeitgeber eine besondere Hinweis- und Aufklärungspflicht hat. Dies ist beispielsweise dann so, wenn Du nur schlecht Deutsch sprichst und deshalb nicht verstehen kannst, was Du da eigentlich unterschreibst. Oder wenn Du noch Azubi bist. Daneben kann sich Dein Vorgesetzter treuwidrig verhalten, wenn er Dir Folgen bewusst verschweigt oder Dich falsch informiert. Die Aufhebung ist deshalb aber trotzdem nicht automatisch nichtig. Es ist lediglich denkbar, dass Dein Arbeitgeber schadensersatzpflichtig wird, wenn er seine Aufklärungs- oder Fürsorgepflicht nachweislich massiv verletzt hat.
Die Inhalte

- Beendigungszeitpunkt: Wird ein Aufhebungsvertrag geschlossen, müssen keinerlei Kündigungsfristen beachtet werden. Theoretisch könntest Du mit Deiner Firma also sogar vereinbaren, dass das Arbeitsverhältnis sofort beendet ist, wenn beide Seiten die Vereinbarung unterschrieben haben. In Deinem Arbeitszeugnis wird der vereinbarte Beendigungszeitpunkt aber ebenfalls stehen. Und wenn hier ein krummes Datum mitten in einem Monat auftaucht, könnte der Eindruck entstehen, es habe eine fristlose Entlassung gegeben. Deshalb solltest Du mit Deinem Chef vereinbaren, dass das Arbeitsverhältnis am letzten Tag eines Kalendermonats endet.
- Beendigungsgrund: Hast Du einen Aufhebung unterschrieben und beantragst anschließend Arbeitslosenhilfe, musst Du mit einer Sperre rechnen. Deine Vereinbarung wird Dir nämlich so ausgelegt, als dass Du Deine Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt hast. Deshalb wirst Du im Normalfall zwölf Wochen lang ohne Leistungen auskommen müssen. Um dies zu verhindern, sollte im Aufhebungsvertrag stehen, dass das Beschäftigungsverhältnis auf Veranlassung Deines Arbeitgebers beendet wird.
- Freistellung und Resturlaub: Du kannst mit Deinem Chef vereinbaren, dass Du bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses freigestellt wirst. In diesem Fall musst Du nicht mehr zur Arbeit erscheinen, erhältst Dein Entgelt aber weiterhin. Im Rahmen dieser Freistellung können allerdings Deine vorhandenen Urlaubsansprüche angerechnet werden. Enthält die Aufhebung hingegen nicht ausdrücklich die Vereinbarung, dass Dein Resturlaub zusammen mit der Freistellung abgegolten wird, hast Du nach Ablauf der Freistellung Anspruch auf die Abgeltung Deines Resturlaubs.
- Abfindung: Möchte Dich Deine Firma loswerden, wird er meist bereit sein, sich Deinen Ausstieg etwas kosten zu lassen. Je nachdem, in welcher Position und wie lange Du für das Unternehmen tätig warst, kannst Du eine Abfindung aushandeln, die sich ungefähr zwischen einem halben und einem ganzen Monatseinkommen brutto pro Beschäftigungsjahr bewegt. Die Höhe Deiner Abfindung und den Zeitpunkt, wann die Abfindung an Dich ausgezahlt wird, solltest Du vertraglich festhalten.
- Arbeitszeugnis: Auch wenn Dein Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebung beendet wird, hast Du Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dabei solltest Du am besten mit Deinem Chef vereinbaren, dass ein Entwurf Deines Zeugnisses erstellt wird, bevor Du die Vereinbarung unterschreibst. Dieser Entwurf sollte der Vereinbarung beigelegt werden. In der Aufhebung sollte außerdem stehen, dass das eigentliche Arbeitszeugnis mit dem Entwurf übereinstimmen muss. Ist Dein Chef nicht mit einem Entwurf einverstanden, sollte in der Aufhebung vereinbart werden, dass Du ein wohlwollendes und qualifiziertes Arbeitszeugnis bekommst.
- Dienstwagen: Wurde Dir ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt, den Du ausschließlich beruflich nutzen durftest, musst Du das Auto ab dem Zeitpunkt Deiner Freistellung zurückgeben. Konntest Du den Wagen hingegen auch privat nutzen, darfst Du ihn bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses behalten. Dies gilt auch dann, wenn Du bis zum Beendigungszeitpunkt freigestellt bist oder Deinen Resturlaub nimmst. Möchte Dein Chef, dass Du den Dienstwagen trotzdem gleich zurückgibst, muss dies in der Aufhebung vereinbart werden. Ein Dienstwagen, den Du beruflich und privat nutzen kannst, ist nämlich Bestandteil Deiner Vergütung. Deshalb kann Dir Dein Chef das Auto nicht einfach so und ohne Deine Zustimmung wegnehmen. Lässt Du Dich auf die vorzeitige Rückgabe ein, kannst Du eine Nutzungsentschädigung für jeden Tag bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses verlangen. Die Höhe der Ausgleichzahlung sollte im Aufhebungsvertrag stehen.
- Betriebliche Altersvorsorge: Gibt es eine betriebliche Altersversorgung, hast Du zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder vereinbaren, dass Dir Dein Arbeitgeber die Beiträge, die Du eingezahlt hast, zurückzahlt. Oder Du kannst die Vereinbarung fortführen und die Beiträge künftig in Eigenregie weiterzahlen. In diesem Fall sollte sich Deine Firma verpflichten, die Police so schnell wie möglich auf Dich zu übertragen.
- Sonstige Vereinbarungen: Je nach Situation kann es notwendig sein, dass die Aufhebung noch weitere Regelungen treffen sollte. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn Dir Deine Firma eine Wohnung zur Verfügung gestellt hat. Oder wenn Du ein Arbeitgeberdarlehen bekommen hast. Oder wenn es besondere Vereinbarungen gibt, die einer ausdrücklichen Regelung bedürfen.
Die Vorteile für den Arbeitnehmer

- Durch einen Aufhebung kannst Du das bestehende Berufssverhältnis flexibel und kurzfristig auflösen. Einigst Du Dich mit Deinem Arbeitgeber, entfällt die Kündigungsfrist. Hast Du eine neue Stelle in Aussicht, könntest Du sie somit oft deutlich schneller antreten.
- Du kannst die Bedingungen bei Deinem Austritt frei aushandeln. So kannst Du nicht nur bestimmen, wann Du aufhörst. Stattdessen kannst Du Dich unter anderem darauf einigen, dass Du eine Abfindung erhältst.
- Durch einen Aufhebungsvertrag umgehst Du eine Entlassung. Dies ist vor allem dann ein großer Pluspunkt, wenn Dir eine verhaltensbedingte oder eine außerordentliche und fristlose Auflösung Deines Beschäftigungsverhältnisses droht. Die Gründe, die Deinen Rauswurf rechtfertigt hätten, werden auf diese Weise nämlich nicht bekannt. Aber auch wenn Du aus gesundheitlichen Gründen ausscheidest oder vorzeitig in Rente gehen willst, kannst Du Deine Gründe für Dich behalten.
Die Nachteile für den Arbeitnehmer

- Schließt Du einen Aufhebungsvertrag, greifen die Vorschriften aus dem Kündigungsschutzgesetz nicht. Der besondere Kündigungsschutz, der beispielsweise für Schwangere oder Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung gilt, spielt ebenfalls keine Rolle. Und auch der Betriebsrat bleibt außen vor. Umso wichtiger ist deshalb, dass Du Dir die Vereinbarungen im Aufhebungsvertrag sehr genau durchliest. Zudem solltest Du Dich über die Rechtsfolgen und Auswirkungen der Regelungen informieren.
- Unterschreibst Du eine Aufhebung, trägst Du dazu bei, dass Arbeitslosigkeit eintritt. So jedenfalls sieht es die Arbeitsagentur. Deshalb wirst Du in den meisten Fällen drei Monate lang ohne Arbeitslosengeld auskommen müssen, wenn es nicht gleich mit einer neuen Stelle klappt.
- Selbst wenn Du im Nachhinein feststellst, dass es ein großer Fehler war, den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, bist Du in aller Regel an die Vereinbarungen gebunden. Von sehr wenigen Ausnahmefällen abgesehen, kannst Du Deine Entscheidung nicht mehr rückgängig machen.
Die Vor- und Nachteile für den Arbeitgeber

- Bei einem Aufhebungsvertrag muss der Arbeitgeber weder das Kündigungsschutzgesetz noch den besonderen Kündigungsschutz bei besonders schutzbedürftigen Arbeitnehmern berücksichtigen. Den Betriebsrat muss er ebenfalls nicht hören. Anders als bei einer Kündigung braucht der Arbeitgeber außerdem keinen Grund, um die Beendigung des Berufsverhältnisses zu rechtfertigen. Deshalb kann sich Deine Firma durch einen Aufhebungsvertrag problemlos auch von solchen Arbeitnehmern trennen, denen er ansonsten nicht oder nur schwer kündigen könnte. Zu diesen Arbeitnehmern gehören beispielsweise Schwangere, Schwerbehinderte, Betriebsräte, langjährige Mitarbeiter oder ältere Arbeitnehmer.
- Die Aufhebung ist für den Arbeitgeber eine sichere Lösung. Kündigt der Arbeitgeber, kannst Du Kündigungsschutzklage erheben und damit erreichen, dass die Kündigung für unwirksam erklärt wird. Und selbst wenn das Gericht die Kündigung bestätigt, muss Dein Arbeitgeber Zeit, Geld und Nerven in das Gerichtsverfahren investieren. Diese Risiken geht er bei einem Aufhebungsvereinbarung nicht ein. Schließlich hast Du den Vereinbarungen zugestimmt. Außerdem hast Du die Vereinbarung freiwillig unterschrieben und kannst deshalb im Nachhinein praktisch nicht mehr davon zurücktreten.
- Da bei einer Aufhebungsvereinbarung keine Kündigungsfristen eingehalten werden müssen, kann das Arbeitsverhältnis auch sehr kurzfristig enden. Dies kann ein Pluspunkt sein, wenn es Spannungen und Unstimmigkeiten gab. Oder wenn Dein Nachfolger feststeht und der Arbeitgeber Deine Position zeitnah neu besetzen möchte.
Was die Nachteile angeht, so hat eine Aufhebung für den Arbeitgeber eigentlich nur einen Minuspunkt: Unter Umständen wird er Dir eine ordentliche Abfindung bezahlen müssen, wenn Du clever verhandelt hast. Ansonsten gibt es aus Sicht der Firma beim Aufhebungsvertrag keine nennenswerten Nachteile.
Wichtiges zum Arbeitslosengeld

Sperre beim Bezug

Die Sperre führt aber nicht nur dazu, dass Du in dieser Zeit ohne finanzielle Leistungen der Arbeitsagentur auskommen musst. Stattdessen verkürzt die Sperre auch Deine Anspruchsdauer. Die Arbeitslosengeldzahlung fängt also nicht einfach drei Monate später an und die Sperrzeit wird hinten angehängt. Stattdessen fällt die Zeit der Sperre aus der Bezugsdauer heraus. Wird eine Sperrzeit von zwölf Wochen verhängt, mindert sich Deine Anspruchsdauer außerdem mindestens um ein Viertel. Je nachdem, wie alt Du bist und wie lange Du gearbeitet hast, kann sich Dein Arbeitslosengeldanspruch deshalb auch um mehr als zwölf Wochen verkürzen.
Die Sperrzeit kannst Du nur dadurch vermeiden, dass Du berechtigte Gründe für den Aufhebungsvertrag vorbringen kannst. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Du glaubhaft machen kannst, dass Du durch die Vereinbarung einer betriebsbedingten Kündigung zuvorkommen und so Nachteile für Deine weitere Berufslaufbahn vermeiden wolltest. Oder wenn in der Aufhebungvereinbarung eindeutig steht, dass der Aufhebungsvertrag auf Veranlassung Deines Arbeitgebers erfolgte.
Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs

Im Unterschied zu einer Sperre verkürzt sich die Anspruchsdauer durch ein Ruhen nicht. Dein Arbeitslosengeldbezug beginnt also lediglich später, besteht dafür aber auch entsprechend länger. Ist Dein Arbeitsverhältnis beendet und hast Du Anspruch auf eine Urlaubsabgeltung, ruht Dein Arbeitslosengeldanspruch ebenfalls. In diesem Fall entspricht die Ruhezeit der Dauer des abgegoltenen Urlaubs.
Kürzung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld II

Hier die Auswirkungen auf den Arbeitslosengeldbezug noch einmal als Tabelle:
| Folge des Aufhebungsvertrags | Dauer | Rechtliche Grundlage |
| Sperre beim Bezug von Arbeitslosengeld I | 12 Wochen | § 159 SGB III |
| Kürzung der Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld I | Dauer der Sperre, bei einer 12-Wochen-Sperre mindestens um ein Viertel | § 148 Abs. 1 Nr. 4 SGB III |
| Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I bei Abfindung | Zeitraum zwischen vereinbarten Beendigungszeitpunkt und Beendigungszeitpunkt bei fristgerechter Kündigung | § 158 SGB III |
| Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I bei Urlaubsabgeltung | Dauer des abgegoltenen Urlaubs | § 157 Abs. 2 SGB III |
| Kürzung der Regelleistungen bei Arbeitslosengeld II um mindestens 30% und Wegfall von Zuschlägen | 3 Monate | § 31 SGB II |
Der Rücktritt

Der Widerruf

Die Anfechtung

- Von einer arglistigen Täuschung wird gesprochen, wenn Dein Arbeitgeber relevante Tatsachen absichtlich falsch dargestellt oder verschwiegen hat. Gleichzeitig müssen diese Angaben der Grund dafür gewesen sein, dass Du den Arbeitsvertrag unterschrieben hast. Hätte Deine Firma die Wahrheit gesagt oder die Fakten genannt, hättest Du Dich nicht auf den Aufhebungsvertrag eingelassen.
- Eine widerrechtliche Drohung ist gegeben, wenn Dein Arbeitgeber Auswirkungen androht, die Sachverhalte aber nicht stimmen. So kann Dir Dein Arbeitgeber beispielsweise einen Diebstahl unterstellen, den Du tatsächlich oder angeblich begangen hast. Als Folge droht er Dir mit der Kündigung und einer Strafanzeige, wenn Du den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibst. Widerrechtlich wäre diese Drohung dann, wenn Du wegen des Diebstahls gar nicht in Verdacht stehst. Oder Deine Firma niemals ernsthaft an eine Kündigung und eine Strafanzeige gedacht hat.
Sowohl bei einer arglistigen Täuschung als auch bei einer widerrechtlichen Drohung bist aber Du in der Beweispflicht. Du musst also den Nachweis führen, dass sich Dein Arbeitgeber Deine Unterschrift zu Unrecht erschlichen hat. In der Praxis ist dies sehr, sehr schwierig.
Daneben gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit, einen Vertrag wegen Irrtums anzufechten. Bei einem Aufhebungsvertrag kannst Du Dir eine Anfechtung wegen Irrtums aber in aller Regel sparen. Ergeben sich aus dem Anfechtungsvertrag negative Folgen für Dich, die Du vorher nicht kanntest oder falsch eingeschätzt hast, kannst Du den Vertrag deshalb nicht anfechten. Es wäre nämlich Deine Aufgaben gewesen, Dich vorher zu informieren, welche Rechtsfolgen und Auswirkungen der Aufhebungsvertrag für Dich hat.
Fazit
Für Dich als Arbeitnehmer kann ein Aufhebungsvertrag dann eine gute Lösung sein, wenn
- Du das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der regulären Kündigungsfrist beenden möchtest,
- Du einer Kündigung durch Deinen Vorgesetzten zuvorkommen willst,
- Du einen neuen Arbeitsvertrag schon so gut wie in der Tasche hast oder
- Du eine ordentliche Abfindung aushandeln kannst.
Andernfalls profitiert eher Dein Arbeitgeber von einem Aufhebungsvertrag. Für Dich sind die Risiken und möglichen Nachteile bei einem Aufhebungsvertrag deutlich größer als für Deinen Arbeitgeber. Dies gilt übrigens bei allen Arten von Beschäftigungsverhältnissen. Ob Du also in Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, einen Minijob machst oder als Babysitter die Kinderbetreuung übernimmst – der Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis mit allen daraus folgenden Konsequenzen. Deshalb solltest Du Dich auch niemals vorschnell zu einer Unterschrift hinreißen lassen. Auch dann nicht, wenn Dir eine satte Abfindung winkt. Stattdessen solltest Du immer sehr genau lesen, was Du unterschreibst. Ist Dir nicht klar, welche Folgen einzelne Vereinbarungen für Dich haben können, solltest Du Dich außerdem gut informieren. Ansprechpartner dafür können unter anderem Dein Arbeitgeber, der Betriebsrat, eine Gewerkschaft oder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht sein.
Wie ein Aufhebungsvertrag aussehen kann und welche Formulierungen er enthalten sollte, zeigt Dir die folgende Mustervorlage. Und hier noch ein Video zu den Chancen und Risiken beim Aufhebungsvertrag:
Der Aufhebungsvertrag während einer Ausbildung

Nun kann es aber sein, dass Du Dir mit Deinem Ausbildungsbetrieb darüber einig bist, dass das Ausbildungsverhältnis nicht fortgesetzt werden soll. In diesem Fall könnt ihr vereinbaren, das Ausbildungsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag aufzulösen. Die Voraussetzungen und Folgen sind dieselben wie bei einem Aufhebungsvertrag, der ein normales Arbeitsverhältnis beendet. Ein Ausbildungsvertrag ist nämlich ein vollwertiger Vertrag und hat vom Grundprinzip her den gleichen Stellenwert wie ein Arbeitsvertrag. Auch inhaltlich wird sich ein Aufhebungsvertrag für ein Ausbildungsverhältnis nicht großartig von einem Aufhebungsvertrag für ein Arbeitsverhältnis unterscheiden. Die wesentlichen Unterschiede liegen hauptsächlich darin, dass Du als Azubi wohl keine Abfindung bekommen wirst und Dein Ausbildungsbetrieb umfangreichere Hinweispflichten hat. Generell gilt aber, wie immer bei einem Aufhebungsvertrag, dass Du Dir gut überlegen solltest, ob Du den Aufhebungsvertrag wirklich unterschreiben willst oder ob nicht. Außerdem solltest Du den Vertrag erst dann unterschreiben, wenn Du die Vereinbarungen verstanden hast und ihre Folgen kennst. Und wie ein Aufhebungsvertrag für ein Ausbildungsverhältnis aussehen kann, zeigt Dir das folgende Musterbeispiel.
Aufhebungsvertrag Muster für die Ausbildung
Zwischen
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Ausbilder bezeichnet –
und
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Auszubildender bezeichnet –
wird folgender Aufhebungsvertrag geschlossen:
§ 1 Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
Der Ausbilder und der Auszubildende sind sich darüber einig, dass der seit dem _________ zwischen ihnen bestehende Ausbildungsvertrag durch diesen Aufhebungsvertrag aufgelöst wird. Das Ausbildungsverhältnis endet mit Ablauf des ____________.
§ 2 Ausbildungsvergütung
Der Auszubildende hat aus dem Ausbildungsvertrag Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Diese beläuft sich zum Zeitpunkt des Vertragsendes auf _______ Euro und wird mit dem Vertragsende fällig.
§ 3 Urlaub
Zum Zeitpunkt des Vertragsendes hat der Auszubildende einen Urlaubsanspruch von ______ Tagen. Dieser Resturlaub wird dem Auszubildenden vor Beendigung des Ausbildungsverhältnisses gewährt/durch ein Entgelt abgegolten.
§ 4 Zeugnis und Arbeitspapiere
Der Ausbildende verpflichtet sich, dem Auszubildenden ein schriftliches Ausbildungszeugnis zu erteilen. Dieses hat wohlwollend formuliert zu sein und die Tätigkeiten, Leistungen und Kenntnisse des Auszubildenden angemessen zu würdigen. Es darf das berufliche Fortkommen des Auszubildenden keinesfalls behindern.
Das Ausbildungszeugnis wird dem Auszubildenden spätestens zum ________ ausgehängt. Die vollständigen Arbeitspapiere erhält der Auszubildende unverzüglich/zum Vertragsende.
§ 5 Rückgabe von Firmeneigentum
Der Auszubildende verpflichtet sich, ihm zur Verfügung gestellte Arbeitsmittel und Unterlagen umgehend/zum Vertragsende/spätestens bis zum ___________ vollständig und in ordentlichem Zustand zurückzugeben.
§ 6 Sonstige Vereinbarungen
_________________________
§ 7 Weitere Ansprüche
Der Ausbilder und der Auszubildende sind sich darüber einig, dass dieser Aufhebungsvertrag alle Punkte abschließend regelt. Insbesondere sind mit der Erfüllung des Vertrags sämtliche bekannten und unbekannten Ansprüche aus dem Ausbildungsverhältnis wechselseitig ausgeglichen.
§ 8 Belehrung des Auszubildenden
Der Ausbilder ist seinen Hinweis- und Aufklärungspflichten vollumfänglich nachgekommen. So hat er den Auszubildenden insbesondere darauf hingewiesen, dass
• die Vorschriften aus dem Kündigungsschutzgesetz und der besondere Kündigungsschutz bei einem Aufhebungsvertrag keine Anwendung finden. Ebenso wird der Aufhebungsvertrag ohne Beteiligung des Betriebsrats geschlossen.
• der Abschluss eines Aufhebungsvertrags eine Sperre für den Bezug von Leistungen der Agentur für Arbeit zur Folge haben kann.
• der Auszubildende dazu verpflichtet ist, sich unverzüglich, spätestens aber unmittelbar nach Abschluss des Aufhebungsvertrags persönlich bei der Agentur für Arbeit zu melden.
• das Ausbildungsverhältnis durch den Aufhebungsvertrag endgültig und vollumfänglich aufgelöst wird.
• die Unterzeichnung des Aufhebungsvertrags aus freien Stücken erfolgt und ein Rückritt vom Aufhebungsvertrag ausgeschlossen ist.
• der Ausbilder für mögliche nachteilige Rechtsfolgen oder Irrtümer des Auszubildenden nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Daher hat der Ausbilder dem Auszubildenden dringend empfohlen, sich über die Auswirkungen der getroffenen Vereinbarungen zu informieren. Hierfür hat der Ausbilder dem Auszubildenden eine Bedenkzeit ausgeräumt und ihm eine Ausfertigung des Aufhebungsvertrags ______ Tage vor der Unterzeichnung zur Prüfung ausgehändigt.
Der Auszubildende (und ggf. sein Erziehungsberechtigter) bestätigt durch seine Unterschrift ausdrücklich, dass er die vorliegenden vertraglichen Vereinbarungen zur Kenntnis genommen, verstanden und reiflich durchdacht hat.
___________________________
Ort, Datum
______________________________ ______________________________
Unterschrift Ausbilder Unterschrift Auszubildender
__________________________________
Unterschrift Erziehungsberechtiger (bei Minderjährigen)
Bei Mietverhältnissen

Vielleicht hast Du aber auch einen befristeten Mietvertrag abgeschlossen. Ein befristeter Mietvertrag wird für einen bestimmten Zeitraum vereinbart. Im Mietvertrag steht also konkret, wann das Mietverhältnis beginnt und an welchem Tag es endet. Ein befristeter Mietvertrag wird eher selten geschlossen. Er kann aber sinnvoll sein, wenn Du beispielsweise als Untermieter einziehst und weißt, dass Du nur für eine bestimmte Zeit hier wohnen wirst. Daneben werden gewerbliche Mietverträge und Pachtverträge oft als befristete Mietverträge abgeschlossen. Mietest Du also beispielsweise ein Ladengeschäft, Büroräume oder ein Restaurant, wirst Du das meist mit Befristung tun. Hintergrund hierzu ist, dass gewerbliche Mietverträge frei ausgehandelt werden können. Der Mieterschutz greift bei Gewerbemietverhältnissen nur in sehr begrenztem Umfang. Die Befristung sorgt deshalb für Sicherheit, denn Du weißt, dass Dich der Vermieter nicht so einfach wieder rausschmeißen kann. Andersherum weiß der Vermieter, dass Du nicht ohne Weiteres weiter ziehst. Dementsprechend kann er mit festen Mieteinnahmen rechnen. Oft werden deshalb auch recht lange Laufzeiten vereinbart, fünf, zehn oder gar zwanzig Jahre sind keine Ausnahme. Einen befristeten Mietvertrag kannst Du aber nicht vorzeitig kündigen. Es gibt zwar immer die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung. Sie setzt aber einen sehr wichtigen Grund voraus. Eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit ist hingegen normalerweise ausgeschlossen, denn der befristete Mietvertrag endet am vereinbarten Stichtag automatisch. Deshalb bleibt hier meist nur die Möglichkeit, einen Aufhebungsvertrag zu schließen, wenn Du Dir mit Deinem Vermieter über die vorzeitige Beendigung einig bist.
Eventuell ist es aber auch im Interesse Deines Vermieters, den Mietvertrag vorzeitig aufzulösen. In diesem Fall kannst Du versuchen, mit ihm eine Entschädigungsleistung auszuhandeln. Diese kann darin bestehen, dass Dir der Vermieter eine Art Abfindung bezahlt, sich an den Umzugskosten beteiligt oder Schönheitsreparaturen auf seine Kosten durchführt. Eine solche Entschädigungsleistung kannst Du aber auch dann erzielen, wenn ein unbefristeter Mietvertrag aufgelöst werden soll. Durch den Aufhebungsvertrag ist der Vermieter nämlich auf der sicheren Seite. Im Unterschied dazu könntest Du Dich gegen eine Kündigung möglicherweise erfolgreich wehren. Will der Vermieter sichergehen, dass er Dich loswird, wird er sich Dein Entgegenkommen deshalb vielleicht etwas kosten lassen.
Bestimmte Formvorgaben für den Aufhebungsvertrag bei einem Mietverhältnis gibt es nicht. Genauso wenig ist vorgeschrieben, welche Inhalte der Aufhebungsvertrag haben muss. Im Prinzip würde es also völlig ausreichen, wenn der Aufhebungsvertrag so aussieht:
Mietaufhebungsvertrag
______ (Vor- und Nachname) ________ als Vermieter und
______ (Vor- und Nachname) ________ als Mieter/Untermieter
bestätigen durch Unterschrift, dass das zwischen Ihnen bestehende Mietverhältnis über das Mietobjekt
_________ (Wohnung/Zimmer, Wohnungsnummer, Etage, Anschrift) __________
in gegenseitigem Einverständnis zum ______________ aufgelöst wird.
_____________________
Ort, Datum
_________________________ _________________________
Unterschrift Vermieter Unterschrift Mieter

Kostenlose Vorlagen für einen Mietvertrag
Zwischen
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Vermieter bezeichnet –
und
___________________ (Name und Anschrift) ________________________
– nachfolgend als Mieter bezeichnet –
wird folgender Mietaufhebungsvertrag geschlossen:
§ 1 Beendigung des Mietverhältnisses
Der Vermieter und der Mieter sind sich darüber einig, dass der zwischen Ihnen seit dem _________ bestehende Mietvertrag über das Mietobjekt
_________________ (Bezeichnung) __________________
___________________ (Anschrift) ___________________
_______ (Wohnungsnummer, Lage im Haus) ___________
bestehend aus _____ (Räume und zusätzliche Räumlichkeiten wie Keller, Garage) ___
durch diesen Aufhebungsvertrag einvernehmlich aufgelöst wird. Das Mietverhältnis endet zum ________________.
§ 2 Übergabe des Mietobjekts
Der Mieter verpflichtet sich, das Mietobjekt geräumt und in besenreinem Zustand spätestens zum unter § 1 vereinbarten Beendigungszeitpunkt an den Vermieter zu übergeben. Gleichzeitig verpflichtet sich der Mieter zur Herausgabe sämtlicher Schlüssel spätestens zu demselben Termin.
§ 3 Entschädigungsleistungen des Vermieters
Übergibt der Mieter das Mietobjekt spätestens zum unter § 1 vereinbarten Beendigungstermin in geräumtem und besenreinem Zustand, verpflichtet sich der Vermieter
• eine Einmalzahlung in Höhe von ________ Euro an den Mieter zu leisten und/oder
• sich mit einem Betrag von ________ Euro an den nachweislich entstandenen Umzugskosten zu beteiligen und/oder
• Erforderliche Schönheitsreparaturen auf eigene Kosten zu veranlassen.
§ 4 Kaution und Betriebskosten
Der Vermieter verpflichtet sich, die vom Mieter hinterlegte Kaution in Höhe von _________ Euro nebst Zinsen spätestens ____ Monate nach ordnungsgemäßer Rückgabe des Mietobjekts zurückzuerstatten.
Bis zur abschließenden Abrechnung der Betriebskosten ist der Vermieter jedoch berechtigt, einen Betrag von ______ Euro einzubehalten. Dieser Betrag wird mit den entstandenen Betriebskosten verrechnet. Eine eventuelle Differenz wird dem Mieter umgehend erstattet.
Oder:
Der Mieter verpflichtet sich, eventuell entstandene Forderungen nach der abschließenden Abrechnung der Betriebskosten umgehend auszugleichen.
§ 5 Vorzeitige Rückgabe des Mietobjekts
Der Mieter ist berechtigt, das Mietverhältnis bereits vor dem unter § 1 vereinbarten Zeitpunkt zu beenden und die Mietsache an den Vermieter zurückzugeben. Eine vorzeitige Rückgabe ist dem Vermieter jedoch umgehend, spätestens aber ______ Tage vor der beabsichtigten Beendigung schriftlich mitzuteilen.
Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses einschließlich Rückgabe des Mietobjekts verpflichtet sich der Vermieter, die unter § 3 vereinbarte Entschädigungsleistung um ______ Euro pauschal/für jede/n Tag/Woche/Monat der früheren Räumung zu erhöhen.
§ 6 Verspätete Rückgabe des Mietobjekts
Beide Vertragsparteien erklären ausdrücklich, verbindlich und unwiderruflich, dass die Rückgabe des Mietobjekts zu einem Zeitpunkt nach dem unter § 1 vereinbarten Termin nicht mit einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses im Sinne von § 545 BGB gleichzusetzen ist.
§ 7 Abschließende Erklärungen
Beide Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass dieser Aufhebungsvertrag alle für das Mietverhältnis relevanten Punkte und insbesondere die Auflösung des Mietverhältnisses abschließend regelt. Des Weiteren bestätigen beide Vertragsparteien durch Unterschrift, dass sie die Vereinbarungen im vorliegenden Aufhebungsvertrag zur Kenntnis genommen haben und damit einverstanden sind. Weitere Nebenabreden wurden nicht getroffen. Sofern dieser Aufhebungsvertrag Änderungen oder Ergänzungen erfordert, bedürfen diese der Schriftform.
_________________________
Ort, Datum
_________________________ _________________________
Unterschrift Vermieter Unterschrift Mieter