Einverständniserklärung Vorlage: Infos, Beispiele & Muster

Aktualisiert am von Ömer Bekar

Infos zu Einverständniserklärung Vorlage
Je nach Situation müssen Sie eine eigene Einverständniserklärung aufsetzen oder eine Vorlage ausfüllen.

Vor allem als Eltern müssen Sie gelegentlich eine Einverständniserklärung ausfüllen, solange Ihr Kind noch nicht volljährig ist. Aber auch an anderen Stellen kann es erforderlich sein, dass Sie schriftlich Ihr Okay geben. Nur: Welche Angaben muss die Erklärung dann enthalten? Wie lange ist sie gültig? Und ist es möglich, eine erteilte Einverständniserklärung zu widerrufen? In diesem Ratgeber nennen wir Ihnen Beispiele, wann Sie eine Einverständniserklärung benötigen – und zeigen Ihnen jeweils eine passende Vorlage dazu.

Es wird immer mal wieder notwendig, dass Sie eine schriftliche Zustimmung erteilen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihr Kind an einer Freizeitaktivität oder einer Klassenfahrt teilnehmen möchte. Oder wenn es ohne Sie in Urlaub fahren will.

Genauso müssen Sie schriftlich bestätigen, dass Ihr minderjähriges Kind im Rahmen der Bewerbung an einem Einstellungstest teilnehmen darf. Doch auch wenn es um die Veröffentlichung von Bildern oder die Weitergabe Ihrer Daten an Dritte geht, muss eine Einverständniserklärung her.

Wir haben verschiedene Muster vorbereitet, wie solche Einverständniserklärungen dann aussehen können.

Einverständniserklärung für minderjährige Kinder

Solange Kinder noch minderjährig sind, benötigen sie für viele Aktivitäten und Tätigkeiten die Erlaubnis ihrer Eltern. Denn weil die Kinder noch nicht voll geschäftsfähig sind, tragen die Eltern die Verantwortung.

Sind die Eltern mit einer Aktivität oder Tätigkeit einverstanden, selbst aber nicht vor Ort, können sie eine schriftliche Erklärung erstellen. Diese Erklärung wirkt dann gegenüber einem Dritten und bestätigt einerseits, dass die Eltern die Teilnahme erlauben. Andererseits geht die Aufsichtspflicht auf den Dritten über.

So eine Einverständniserklärung kann in vielen verschiedenen Situationen zum Einsatz kommen. So zum Beispiel bei

  • Klassenfahrten und Ausflügen
  • Kindergeburtstagen
  • Besuchen von Einrichtungen wie Freizeitparks oder Veranstaltungen wie Konzerten
  • sportlichen Aktivitäten
  • Turnieren und anderen Aktionen des Vereins
  • Urlaubsreisen

Aber auch wenn Sie Freunde Ihrer Kinder mitnehmen, können Sie sich von deren Eltern eine Einverständniserklärung geben lassen. Genauso ist eine schriftliche Zustimmung denkbar, wenn Sie Ihrem Nachwuchs beispielsweise ein Tattoo oder ein Piercing erlauben.

Letztlich können Sie also immer dann Ihr Einverständnis erklären, wenn Sie als Erziehungsberechtigter persönlich nicht anwesend sind und sich absichern wollen.

Die Inhalte der Einverständniserklärung

In Ihrer Erklärung sollten Sie genau benennen, für welche Tätigkeit oder Aktivität Ihre Zustimmung gilt. Es sollte also klar sein, was Sie erlauben. Gleichzeitig können Sie Einschränkungen formulieren. Diese können sich zum Beispiel auf bestimmte Uhrzeiten beziehen, aber auch mit Allergien, Krankheiten oder religiösen Aspekten zusammenhängen.

Durch die Einverständniserklärung übertragen Sie die Aufsichtspflicht auf denjenigen, für den die Erklärung bestimmt ist. Das kann eine von Ihnen benannte Begleitperson oder ein Erwachsener sein, der vor Ort für den jeweiligen Anbieter tätig ist. Die Verantwortung für das Handeln Ihres Kindes tragen aber nach wie vor Sie.

Die rechtlichen Grundlagen für eine Einverständniserklärung ergeben sich aus den allgemeinen Vorschriften des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Dazu kommen die Regelungen aus den §§ 1626 ff. BGB, die sich mit der elterlichen Sorge befassen.

Wichtig ist, dass Sie die Einverständniserklärung unterschreiben. Denn ohne Unterschrift wird sie nicht wirksam.

Einverständniserklärung im Zusammenhang mit der Bewerbung

Damit Ihr minderjähriges Kind eine Ausbildung beginnen kann, müssen Sie den Ausbildungsvertrag mit unterschreiben. Denn bis zur Volljährigkeit kann Ihr Nachwuchs alleine keine Verträge schließen.

Juristen sprechen an dieser Stelle davon, dass solche Verträge schwebend unwirksam sind. Rechtlich verbindlich und gültig werden die Verträge erst durch Ihre Einwilligung. Allerdings können Sie als Eltern einem Vertrag auch im Nachhinein noch zustimmen.

Doch bevor Ihr Nachwuchs überhaupt ins Berufsleben starten kann, steht erst einmal das Schreiben von Bewerbungen auf dem Programm. Und je nachdem, wo sich Ihr Kind bewirbt, wird es zu einem Einstellungstest eingeladen. Das ist zum Beispiel bei der Polizei und der Bundeswehr, aber auch bei Ämtern und großen Unternehmen der Fall.

Als gesetzlicher Vertreter müssen Sie dann schriftlich einwilligen, dass Ihr minderjähriges Kind am Bewerbungsverfahren teilnehmen darf. Entsprechende Erklärungen stellen die Arbeitgeber oft zusammen mit Bewerbungsformularen auf ihren Webseiten zum Download zur Verfügung.

Falls nicht, können Sie aber auch selbst eine kurze Erklärung formulieren. Die unterschriebene Einverständniserklärung muss Ihr Kind zusammen mit den anderen Bewerbungsunterlagen einreichen.

►Einverständniserklärung – Vorlage für die Teilnahme am Bewerbungsverfahren

Gesetzlicher Vertreter
Anschrift

Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass sich mein/e Sohn/Tochter _____ (Vorname Nachname) _____ bei _____(Arbeitgeber)_____ bewerben und an den Auswahltests teilnehmen darf.

___________________________________________
Ort, Datum      Unterschrift

Einverständniserklärung für die Nutzung von Bildern

Es kann gut sein, dass Sie an einer Veranstaltung teilnehmen, bei der Fotos oder Filmaufnahmen gemacht werden. Vielleicht landen Sie aber auch mehr oder weniger zufällig auf einem Bild, weil Sie dort unterwegs sind, wo gerade ein Beitrag für eine Zeitung, eine Zeitschrift, eine Internetseite oder einen Fernsehsender entsteht. Genauso ist denkbar, dass Sie an einem Gewinnspiel teilgenommen haben und nun zu den glücklichen Gewinnern gehören.

Wenn Sie als Einzelperson klar zu erkennen sind, dürfen die Aufnahmen nicht ohne Weiteres veröffentlicht werden. Denn von wenigen Ausnahmen abgesehen, greift hier das Recht am eigenen Bild. Außerdem können Ihre Persönlichkeitsrechte ins Spiel kommen, wenn auch Ihr Name erscheint.

Deshalb wird derjenige, der die Aufnahmen gemacht hat, in aller Regel auf Sie zukommen und um Ihre Einverständniserklärung zur Nutzung bitten. Ob Sie Ihr Okay geben, entscheiden Sie natürlich selbst. Grundsätzlich sollten Sie sich den Vordruck aber genau durchlesen. Denn oft lassen sich die Redaktionen sehr weitrechende Rechte einräumen.

Sind Sie mit einzelnen Punkten nicht einverstanden, können Sie diese auf der Vorlage für die Einverständniserklärung einfach durchstreichen. Die Aufnahmen dürfen dann nur in dem Umfang verwertet werden, wie Sie eingewilligt haben. Und wie so ein Vordruck aussehen kann, zeigen wir Ihnen an einem Muster.

►Einverständniserklärung – Vorlage für die Nutzung von Fotos und Filmaufnahmen

Abgebildete Person: ____________________
Anschrift: ____________________________
Beitrag/Motiv: _____________________
Aufnahme vom __________ in __________

Hiermit willige ich ein, dass die oben genannten Aufnahmen und Reproduktionen davon durch _____ (Name der Redaktion) _____ sowohl in unveränderter als auch in veränderter Form veröffentlicht und verbreitet werden dürfen.

Die Einwilligung gilt ohne zeitliche, inhaltliche und örtliche Einschränkung. Außerdem erteile ich meine Erlaubnis, dass (Redaktion) auch Dritte dazu ermächtigen darf, die Aufnahmen zu redaktionellen Zwecken und im Zusammenhang mit Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen.

Ich bin damit einverstanden, dass die Bilder und Filmaufnahmen in Print-Medien, im Fernsehen und im Internet, einschließlich der sozialen Medien, veröffentlicht werden. Mit der Nennung meines Namens bin ich ebenfalls einverstanden.

Etwaige Ansprüche auf eine Vergütung gegenüber (Redaktion) und Dritten bestehen nicht/sind bereits vollständig abgegolten.

Mein Einverständnis gilt über meinen Tod hinaus. Mit Wirkung für die Zukunft ist ein Widerruf meiner Einwilligung jedoch jederzeit möglich.

___________________________________________
Ort, Datum      Unterschrift

Einverständniserklärung zur Weitergabe von Sozialdaten

Für Sozialdaten gilt ein strenger Datenschutz. Die Regelungen dazu stehen in den §§ 67 ff. SGB X (10. Sozialgesetzbuch). Allerdings sieht der Gesetzgeber einige Ausnahmen vor.

Wenn Sie Sozialleistungen beziehen, können Sie dem Träger eine Einwilligung erteilen, durch die er Ihre Sozialdaten nutzen kann. Sinnvoll ist das zum Beispiel, wenn es um die Wohnung geht.

Mit Ihrer Zustimmung kann sich der Träger direkt an den Vermieter wenden, um die Kosten zu erfragen. Dadurch müssen Sie sich nicht selbst darum kümmern, dass der Vermieter Ihre Angaben bestätigt. Wichtig sind die Kosten der Unterkunft, weil die Sozialhilfeträger nur Kosten in einer angemessenen Höhe übernehmen.

Außerdem können Sie einwilligen, dass der Träger die Miete direkt an den Vermieter überweist. So ist sichergestellt, dass die Mietzahlungen immer pünktlich auf dem Konto des Vermieters sind und Sie nicht in einen Rückstand geraten, weil Sie das Geld anderweitig verbraucht haben.

Eine Vorlage für so eine Einverständniserklärung bekommen Sie meist direkt beim Sozialhilfeträger. Anstelle des Formulars können Sie aber auch eine eigene Erklärung schreiben. Auch dazu haben wir ein Beispiel für Sie.

►Einverständniserklärung – Vorlage für den Sozialhilfeträger

Name: ______________________________
Anschrift: ______________________________
Geburtsdatum: ______________________________
Aktenzeichen / Kundennummer / Nummer der BG: ______________________________

Hiermit erteile ich mein Einverständnis, dass _____ (Name und Anschrift des Sozialhilfeträgers) _____ dazu berechtigt ist,

_ sich bei Fragen zur Kosten der Unterkunft direkt an meinen Vermieter zu wenden.

_ die monatliche Miete direkt an meinen Vermieter zu überweisen.

___________________________________________
Ort, Datum     Unterschrift