Aktualisiert am 26 Juni, 2024 von Ömer Bekar, geprüft und gegengelesen von Rechtsanwalt Burkhard Rüscher
Die folgende Vorlage für ein Ausbildungszeugnis wurde rechtlich geprüft und gründlich von Fachleuten gegengelesen, um ihre Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Diese Vorlage kann individuell an die jeweiligen Umstände und Leistungen des Auszubildenden angepasst werden.
Adresse
PLZ Ort
Vorname Nachname des Auszubildenden
Adresse
PLZ Ort
Datum
Ausbildungszeugnis
Frau/Herr [Vorname Nachname], geboren am [Geburtsdatum] in [Geburtsort], war in der Zeit vom [Startdatum] bis zum [Enddatum] in unserem Unternehmen als Auszubildende/r zur/zum [Berufsbezeichnung] tätig.
Frau/Herr [Nachname] zeigte von Anfang an großes Engagement und Interesse an den Ausbildungsinhalten. Während ihrer/seiner Ausbildungszeit durchlief sie/er verschiedene Abteilungen und wurde mit folgenden Aufgaben betraut:
- [Aufgabe 1]
- [Aufgabe 2]
- [Aufgabe 3]
Frau/Herr [Nachname] erledigte die ihr/ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Sie/Er zeichnete sich durch eine schnelle Auffassungsgabe, hohe Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit aus. Besonders hervorzuheben ist ihre/seine Teamfähigkeit sowie ihr/sein freundliches und hilfsbereites Wesen.
Durch ihre/seine hervorragenden fachlichen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten hat Frau/Herr [Nachname] einen wichtigen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens geleistet. Auch bei hoher Arbeitsbelastung behielt sie/er stets den Überblick und erledigte ihre/seine Aufgaben effizient und sorgfältig.
Frau/Herr [Nachname] verlässt unser Unternehmen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum [Enddatum]. Wir bedauern ihr/sein Ausscheiden sehr, danken ihr/ihm für die stets vorbildliche Leistung und wünschen ihr/ihm für die Zukunft beruflich wie privat alles Gute und viel Erfolg.
[Unterschrift]
Vorname Nachname
[Position]
Scheidet ein Arbeitnehmer aus einem Betrieb aus, unabhängig davon ob er selbst gekündigt hat oder ob er gekündigt wurde, hat er einen Anspruch darauf, dass ihm sein Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis aushändigt. Außerdem kann der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber um ein Zwischenzeugnis bitten, wenn er sich beispielsweise in einem anderen Unternehmen oder um eine andere Position bewerben möchte.
Die wichtigsten Infos rund um das Arbeitszeugnis fasst dieses Video zusammen:
Ebenso wie ein Arbeitnehmer hat auch ein Azubi einen Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis. Für den Azubi ist das Ausbildungszeugnis ein wichtiger Nachweis für seine berufliche Qualifikation und damit ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbungsmappe. Aus diesem Grund ist der Ausbildungsbetrieb von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, dem Azubi nach Beendigung der Ausbildung ein Ausbildungszeugnis auszuhändigen. Ob der Azubi nach seiner Ausbildung übernommen wird oder ob er den Ausbildungsbetrieb verlässt, spielt dabei keine Rolle.
Die Inhalte von einem Ausbildungszeugnis
Das Ausbildungszeugnis dokumentiert zum einen die Ausbildung als solches. Das bedeutet, im Zeugnis steht, welche Ausbildung der Azubi absolviert, wie lange die Ausbildung gedauert, wo sie stattgefunden, welche Kenntnisse und Fertigkeiten der Azubi erworben und welche Tätigkeiten und Abteilungen er kennengelernt hat. Oft enthält ein Ausbildungszeugnis auch Angaben zur Abschlussprüfung. Zum anderen informiert das Ausbildungszeugnis über den Azubi. Dazu benennt das Zeugnis sein Verhalten im Umgang mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden, informiert über seine Eigenschaften und seine Arbeitsweise, beurteilt die erbrachten Leistungen und gibt Auskunft über besondere Stärken. Außerdem steht in dem Zeugnis, ob der Azubi übernommen wird oder aus welchen Gründen er nicht weiterbeschäftigt werden kann. Ein Ausbildungszeugnis endet mit einer Schlussformel, die Wünsche für die Zukunft ausdrückt, und der handschriftlichen Unterschrift eines Vorgesetzten.
Die Sprache im Ausbildungszeugnis

1.) Reihenfolge. Statt der üblichen Reihenfolge werden die Wörter in einer anderen Reihenfolge angegeben. Üblich ist beispielsweise die Reihenfolge Vorgesetzte, Kollegen und Kunden. Werden die Wörter anders angeordnet, etwa indem die Kunden an erster Stelle stehen, deutet dies auf Unstimmigkeiten zwischen dem Azubi und seinen Vorgesetzten oder Kollegen hin.
2.) Vereinungen. Eine eher negative Bewertung kann auch durch eine Verneinung ausgedrückt werden. In diesem Fall steht dann im Zeugnis nicht, dass der Azubi beispielsweise stets pünktlich war, sondern dass er nie unpünktlich erschien.
3.) Ausgelassene Wörter. Es gibt einige feststehende Formulierungen, ein Beispiel dafür ist die Angabe fleißig, pünktlich und ehrlich. Fehlt eines dieser Wörter, ist für den Leser klar, womit es nicht ganz so geklappt hat.
4.) Passive Formulierungen. Eher gegen den Azubi spricht, wenn in dem Zeugnis viele passive Formulierungen auftauchen. Eine passive Formulierung ist beispielweise, „Herr/Frau ________ wurde im Bereich ___ eingesetzt“ statt „Herr/Frau _______ hat im Bereich ___ gearbeitet“.
5.) Einschränkungen. Ein typisches Beispiel für eine Einschränkung ist, wenn im Zeugnis steht, dass der Azubi im Rahmen seiner Fertigkeiten eingesetzt wurde. Eine solche Einschränkung heißt jedoch letztlich, dass die Fertigkeiten des Azubis begrenzt sind.
Musterbeispiel: Vorlage Ausbildungszeugnis
Ausbildungsbetrieb
Anschrift
Ort, den Datum
Ausbildungszeugnis
Herr/Frau _____________________, geboren am ____________ in ______________ hat in unserem Unternehmen eine Ausbildung zum/r __________________________ absolviert. Die Ausbildung begann am ___________________ und endete am ________________.
Den betrieblichen Teil seiner/ihrer Ausbildung absolvierte Herr/Frau ________________ in unserem Unternehmen in _________________ und an den Standorten __________________________. Daneben nahm Herr/Frau ___________________ regelmäßig am Berufsschulunterricht teil.
Entsprechend der Ausbildungsordnung hat Herr/Frau ____________________ Kenntnisse und Fertigkeiten für den Ausbildungsberuf ____________________ in folgenden Bereichen erworben:
• Auflistung der Abteilungen, Aufgabenbereiche und Tätigkeiten
• ….
• ….
Herr/Frau _________________ verfügt über eine rasche Auffassungsgabe und konnte die erlernten Inhalte stets umsetzen. Er/Sie zeigte bei seiner/ihrer Ausbildung Einsatzfreude, Fleiß und Engagement. Ihm/Ihr übertragene Aufgaben erledigte er/sie zu unserer vollen Zufriedenheit. Herausragende Leistungen erbrachte Herr/Frau _____________________ im Bereich ________________.
Wir haben Herr/Frau ________________________ als zuverlässige, freundliche, ehrliche und pünktliche Mitarbeiter/in erlebt. Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Mitauszubildenden und Kunden war stets vorbildlich.
Herr/Frau ______________________ hat seine/ihre Berufsausbildung mit der Endnote _________________ abgeschlossen.
Herr/Frau _______________________ wird ab dem __________________ unbefristet/befristet als ____________________________ für unser Unternehmen tätig sein.
[Oder: Herr/Frau _____________________ hat unser Unternehmen nach Abschluss der Berufsausbildung aufgrund von _____________________ /auf eigenen Wunsch verlassen.]
Wir wünschen Herr/Frau _______________________ beruflich wie privat alles Gute.
_____________________________
Ort, Datum Unterschrift